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Theater am Aegi
 
Leipziger Pfeffermühle
9. Februar 2019
Theater am Aegi

Politisch satirisches Kabarett 

LEIPZIGER PFEFFERMÜHLE

FAIRBOTEN

Das neue Kabarettprogramm

Samstag, 9. Februar 2019 | Theater am Aegi
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00 Uhr
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Das neue Kabarettprogramm der LEIPZIGER PFEFFERMÜHLE
„FAIRBOTEN“

Es spielen: Elisabeth Sonntag in Doppelbesetzung mit Rebekka Köbernick,Rainer Koschorz und Frank Sieckel
Am Piano: Hartmut Schwarze oder Marcus Ludwig
Am Schlagzeug: Steffen Reichelt
Musikalische Leitung: Marcus Ludwig
Regie: Frank Sieckel

Sich regen bringt Segen“, sagt der Volksmund. Aber wenn man dann zur Tat schreitet, eingreift, hilft oder Partei ergreift, ist es oft verboten! Ist das fair? Die Pfeffermühle sagt dazu unmissverständlich: Nein! Haben Sie Mut! Helfen Sie einem Lehrer, wenn er mit Helikopter- Eltern kollidiert! Kümmern Sie sich um arbeitslose Dackel! Singen Sie im Fahrstuhl, der stecken bleibt, auch mal die Internationale! Pflegen Sie das Personal in Pflegeberufen! Rufen Sie dem kleinen Mann zu: Es kommt nicht auf die Größe an!

Die Leipziger Pfeffermühle zeigt wieder mal Entschlossenheit, auch wenn es „FAIRBOTEN“ ist!

Geschichte der Leipziger Pfeffermühle

Auf Initiative von Mitgliedern des Theaters der Jungen Welt wurde das Kabarett am 22. März 1954 mit der Aufführung des namenlosen ersten Programms gegründet. Noch im selben Jahr wurde es als „Politisch-satirisches Kabarett der Stadt Leipzig“ zur städtischen Einrichtung gemacht. Die Namensähnlichkeit mit dem ehemaligen Exilkabarett „Die Pfeffermühle“ war zufällig. Erste Probleme mit der SED gab es 1956 nach dem Ungarnaufstand durch das Programm mit dem Titel „Rührt Euch“, für das auch Erich Loest Texte beigesteuert hatte. Der Leiter der Pfeffermühle, Conrad Reinhold, ging zur „Distel“ und setzte sich alsbald nach West-Berlin ab.

1966 erhielt die Leipziger Pfeffermühle den Kunstpreis der Stadt. Als Aushängeschild der Messestadt Leipzig konnte sich das Kabarett verhältnismäßig viele politisch zweideutige Anspielungen erlauben. Allerdings waren die Möglichkeiten eingeschränkt durch vorherige Programmabnahme und genehmigungspflichtige Improvisation. Wegen des kleinen Raums konnten nur höchstens 180 Zuschauer einer Aufführung beiwohnen, Fernsehübertragungen fanden seit 1964 nicht statt, zuweilen jedoch Rundfunkübertragungen.

Ihren ersten Auftritt in der Bundesrepublik Deutschland hatte die Pfeffermühle 1983 in Saarbrücken auf Initiative des Oberbürgermeisters der Stadt und späteren saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine mit Einverständnis des DDR-Staatratsvorsitzenden Erich Honecker. Im gleichen Jahr fanden auch die ersten Gastspiele in Österreich statt. Ab Anfang 1989 gastierte die „Pfeffermühle“ in zahlreichen bedeutenden Theatern und Kabarettspielstätten der Bundesrepublik und war bis zum Fall der Mauer mit einem Teil des Ensembles fast ununterbrochen auf Tournee in der BRD und in Westberlin.

Am 21. März 2004, also am Vorabend des Gründungstages, feierte die Pfeffermühle ihr 50-jähriges Bestehen unter Mitwirkung prominenter Gäste. Der jetzige Leiter der Pfeffermühle ist Dieter Richter.

Veranstalter:
  • Hannover Concerts
ANFAHRT
Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 5 Uhr des Folgetages als Fahrausweis im GVH (2.Wagenklasse). Nicht übertragbar.