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Theater am Aegi
 
Leipziger Pfeffermühle
8. Februar 2018
Theater am Aegi

Das neue Programm 

LEIPZIGER PFEFFERMÜHLE

„AGENDA 007“

Politisch satirisches Kabarett

Donnerstag, 8. Februar 2018 | Theater am Aegi
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00 Uhr
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Das neue Kabarettprogramm der
LEIPZIGER PFEFFERMÜHLE

„Agenda 007“

Es spielen:    Franziska Schneider, Matthias Avemarg, Michael Rousavy;
Marcus Ludwig (p), David Hobeck (tp)

Texte von:     Stefan Klucke, Thilo Seibel, Erik Lehmann, Heinz Klever
Musik von:    Stefan Klucke, Marcus Ludwig, David Hobeck

Agenda 007! Der feuchte Traum der Stasi ist gesamtdeutsche Wirklichkeit: kein öffentliches WC ohne Kamera, kein privater PC ohne Staatstrojaner. Das Handy hört mit, das Auto sendet die Position und der Fernseher schaut uns ins Schlafzimmer. Das greift bis ins Privatleben: Wir lesen heimlich die E-Mails des Partners, orten die Handys unserer Kinder und checken per WhatsApp, ob sie unter der Bettdecke noch online sind. Die geheimen Dienste sind allmächtig, doch sie agieren im Verborgenen.

Franziska Schneider, Matthias Avemarg und Michael Rousavy bringen mit beißendem Spott, ansteckender Musikalität und einer Prise Investigativität endlich Licht ins geheimdienstliche Dunkel. Freuen Sie sich auf einen nachhaltigen Lachmuskelkater bei gleichzeitigem Erkenntnisgewinn.

 

Geschichte der Leipziger Pfeffermühle

Auf Initiative von Mitgliedern des Theaters der Jungen Welt wurde das Kabarett am 22. März 1954 mit der Aufführung des namenlosen ersten Programms gegründet. Noch im selben Jahr wurde es als „Politisch-satirisches Kabarett der Stadt Leipzig“ zur städtischen Einrichtung gemacht. Die Namensähnlichkeit mit dem ehemaligen Exilkabarett „Die Pfeffermühle“ war zufällig. Erste Probleme mit der SED gab es 1956 nach dem Ungarnaufstand durch das Programm mit dem Titel „Rührt Euch“, für das auch Erich Loest Texte beigesteuert hatte. Der Leiter der Pfeffermühle, Conrad Reinhold, ging zur „Distel“ und setzte sich alsbald nach West-Berlin ab.

1966 erhielt die Leipziger Pfeffermühle den Kunstpreis der Stadt. Als Aushängeschild der Messestadt Leipzig konnte sich das Kabarett verhältnismäßig viele politisch zweideutige Anspielungen erlauben. Allerdings waren die Möglichkeiten eingeschränkt durch vorherige Programmabnahme und genehmigungspflichtige Improvisation. Wegen des kleinen Raums konnten nur höchstens 180 Zuschauer einer Aufführung beiwohnen, Fernsehübertragungen fanden seit 1964 nicht statt, zuweilen jedoch Rundfunkübertragungen.

Ihren ersten Auftritt in der Bundesrepublik Deutschland hatte die Pfeffermühle 1983 in Saarbrücken auf Initiative des Oberbürgermeisters der Stadt und späteren saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine mit Einverständnis des DDR-Staatratsvorsitzenden Erich Honecker. Im gleichen Jahr fanden auch die ersten Gastspiele in Österreich statt. Ab Anfang 1989 gastierte die „Pfeffermühle“ in zahlreichen bedeutenden Theatern und Kabarettspielstätten der Bundesrepublik und war bis zum Fall der Mauer mit einem Teil des Ensembles fast ununterbrochen auf Tournee in der BRD und in Westberlin.

Am 21. März 2004, also am Vorabend des Gründungstages, feierte die Pfeffermühle ihr 50-jähriges Bestehen unter Mitwirkung prominenter Gäste. Der jetzige Leiter der Pfeffermühle ist Dieter Richter.

Fotocredit: Maximilian Zwiener

 

Veranstalter:
  • Hannover Concerts
ANFAHRT
Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 5 Uhr des Folgetages als Fahrausweis im GVH (2.Wagenklasse). Nicht übertragbar.